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      BONN Teil 1: Textvorlage H?rverstehen

      時間:2019-06-26來源:互聯網 字體:[ | | ]  進入德語論壇
      (單詞翻譯:雙擊或拖選) 標簽: BONN
      Wolfgang Amadeus Mozart: War er doch kein Wunderkind? 
      Der Neuropsychologe (Hirnforscher) Lutz Jäncke hat den Fall Mozart untersucht. 
      Sie hören nun Auszüge aus einem Interview mit einem Redakteur der Süddeutschen Zeitung: 
      Mit fünf Jahren komponierte Mozart sein erstes Menuett, mit elf sein erstes Bühnenstück. Der Vater sprach von einem Wunder. Was sagt die Wissenschaft heute? 
      Sie sagt zunächst einmal: Vorsicht. Manche frühen Kompositionen sind nicht zum 
      behaupteten Zeitpunkt entstanden, sondern einige Jahre später. Außerdem hat 
      Mozarts Vater Leopold die Noten niedergeschrieben, während sein Sohn, der 
      kleine Wolfgang Amadeus, vor sich hin spielte. Was in diesen Noten stammt nun 
      also wirklich vom Kind? 
      Sicher wissen wir heute nur, dass Mozart sehr früh begonnen hat zu musizieren, 
      und wir wissen, wenn Kinder etwas intensiv üben, zeigen sie erstaunliche Leistungen. Spielt ein Kind früh Schach, wird es mit Sicherheit Schachexperte. Kinder 
      können ein Expertentum entwickeln, das Erwachsenen wie ein Wunder erscheint. 
      Nun kann man fragen, ob diese Analyse in Bezug auf Mozart nicht ziemlich gewagt ist. Der Hirnforscher meint das nicht. Gewagt sei vielmehr die gängige Sicht 
      auf Mozart, die dem Kind göttliche Begabung zuschreibt. Wenn der Dirigent Nikolaus Harnoncourt sagt, Mozart sei ein Genie von einem anderen Stern, dann entfernen wir uns von der Wahrheit. Heute versucht man, sich dem Phänomen Mozart naturwissenschaftlich zu nähern. Das dabei entstehende Bild ist realistischer. Das Genie dagegen ist ein Begriff aus der Romantik, der durch die psychologische Forschung längst widerlegt ist. Demnach machte nur Übung den Mozart? 
      Das ist richtig. Zwar muss er auch Talent besessen haben, doch wichtiger ist die 
      Frage nach der Motivation dieses talentierten Kindes. 
      So sind die Fragen, die den Neurowissenschaftler interessieren: Wie kam die 
      Spitzenleistung zustande, warum hat dieser kleine Junge mit drei Jahren so intensiv Geige und wenig später Klavier geübt? Welche Möglichkeiten steuerte seine 
      Umgebung zu dieser Entwicklung bei? Wir wissen, dass der kleine Mozart in einer 
      Familie aufgewachsen ist, in der das gesamte Leben von Musik bestimmt war. 
      Der Vater war Kapellmeister, Musiklehrer und der Autor eines Standartwerks für 
      Musikpädagogik. Tägliches Musizieren war im Hause Mozart also lebensnotwendig und das muss die frühkindliche Entwicklung beeinflusst haben. Jedenfalls 
      brachte diese Entwicklung den Vater auf eine Geschäftsidee: Er wollte mit seinen 
      Kindern offenbar Geld verdienen und präsentierte sie als Wunderkinder. Als Wolfgang Amadeus Mozart vier Jahre alt war, ging sein Vater mit ihm und seiner älteren Schwester Nannerl auf Tournee. Sie spielten am Kaiserhof in Wien, vor Ludwig XV. in Paris und vor Georg III. in London. 
      Im Grunde kann man davon ausgehen, dass in vielen Neugeborenen ein solcher 
      Musikexperte schlummert. Das menschliche Gehirn fängt außerordentlich früh 
      an, Spezialisierung zu betreiben: Ab dem neunten Monat unterscheidet jedes gesunde Kind muttersprachliche Laute von fremdsprachlichen und speichert Klangspezialitäten und Betonungsmuster ab. Das Gehirn stellt sich extrem früh auf die 
      Umwelt ein, es hat sich in der Evolution zu einem Kulturorgan entwickelt, das ungeheuer vielfältige Anpassungsmöglichkeiten bewerkstelligt: Es gibt weltweit mindestens 6000 verschiedene Sprachen, 20 000 Dialekte und nichts davon ist 
      angeboren. Es sind Kulturtechniken. Insofern haben wir die Möglichkeit, aus uns 
      allen sehr früh Experten in verschiedenen Kulturtechniken zu machen. 
      Doch bevor ehrgeizige Eltern jetzt anfangen, ihre Kinder ständiger Musik auszusetzen: Um welchen Preis geschieht so etwas? Mozart schrieb einmal: Ich kann 
      nicht poetisch schreiben (…) Ich kann sogar durch Deuten und Pantomime meine 
      Gesinnung und Gedanken nicht ausdrücken (…) Ich kann es aber durch Töne.“ So 
      war es. Wie viele Kinder, die extreme Fähigkeiten entwickeln, hatte Mozart defizitäre Bereiche. Er war in sozialer Hinsicht ungeschickt und unsicher. Der Umgang 
      mit seinen Freundinnen und Frauen zum Beispiel war nicht richtig erwachsen. Er 
      hat es nie geschafft, sich von seinem Vater zu lösen und ein eigenes Leben aufzubauen und in der wirtschaftlichen Lebensplanung war er völlig hilflos. 
      Der Vater steht jedenfalls nicht in bestem Licht da. Ein Training, wie er es dem 
      kleinen Wolfgang auferlegt, würden wir heute keinem Kind zumuten. Doch ohne 
      Talent hätte das nicht viel geholfen. Was ist Talent, wenn nicht ein anderes Wort 
      für Genialität? 
      Nach unseren neuesten Untersuchungen muss man annehmen, dass unsere kognitiven und motorischen Fähigkeiten nur höchstens zu 50 Prozent genetisch determiniert sind. Das nennen wir Talent. Die anderen 50 und mehr Prozent sind 
      also durch Umwelteinflüsse, Erziehung und Training bestimmt. Betrachten wir 
      lieber die Leistung, die am Ende herauskommt. Sie ist eine Funktion von drei 
      Faktoren: Fähigkeit mal Wollen mal Möglichkeit. Das heißt, wenn man eine hohe 
      Fähigkeit hat und beste Möglichkeiten, aber keine Lust, lautet die Rechnung: eins 
      mal eins mal null. Heraus kommt null Leistung. Fähigkeit wiederum setzt sich 
      aus Talent und Training zusammen, das heißt, wer nicht trainieren will, kann 
      noch so viel Talent besitzen, er wird es zu nichts bringen. Training ist also der 
      entscheidende Faktor. Die Frage ist nun, was Mozart zum Training motivierte. 
      Biografen schreiben, er sei ein außergewöhnlich liebesbedürftiges Kind gewesen. 
      Ist das eher die Folge eines harten Lernalltags oder vielleicht ein Hinweis darauf, 
      dass sich Mozart durch Üben Liebe verdienen wollte? 

      Teil 1: Fragen zum Hörverstehenstext 
      (Für die Antworten darf auch die Rückseite beschrieben werden! Bitte antworten Sie in ganzen Sätzen!) 
      1. Bei den frühen Werken des Komponisten Mozart rät der Autor zur Vorsicht. Nennen 
      Sie zwei Gründe. 
       (jeweils ein Satz) 
      a) 
      b) 
      2. Welche Folge hat intensives Üben bei Kindern? 
      3. Warum lehnt der Neurowissenschaftler Jäncke den Begriff „Genie“ ab? Er meint, 
      dass… 
      4. Welche Fragen interessieren den Neurowissenschaftler? 
      a) 
      b) 
      c) 
      5. Beschreiben Sie das familiäre Umfeld, in dem Mozart aufwuchs. 
      6. Welche Geschäftsidee hatte Mozarts Vater? 
      7. Welche frühe Spezialisierung des Gehirns wird im Text genannt?
      8. Geben Sie zwei der genannten Defizite Mozarts wider: 
      a) 
      b) 
      9. Ergänzen Sie entsprechend dem gehörten Text: 
      „Nach unseren neuesten Untersuchungen muss man annehmen, dass unsere kognitiven 
      und motorischen Fähigkeiten nur höchstens zu 50 Prozent genetisch determiniert sind. 
      Das nennen wir…………... 
      Die anderen 50 Prozent sind also durch ………………... ,…. …………….und 
      ………………….bestimmt. 
      10. Jänckes Funktion lautet: (Ergänzen Sie die Faktoren) 
      ………. mal ……….. mal……….. 
      11. Wie ist Mozarts starkes Liebesbedürfnis zu erklären?
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